NEWSLETTER
Nummer 18
Juli 2009

 


Inhalt

1. Verbraucher warten weiter auf fallende Strompreise
2. Umstellung auf Sondertarif bringt knapp 5% Einsparung
3. Internes
4. Impressum und Abo

   

 

   


Verbraucher warten weiter auf fallende Strompreise

Deutsche Stromkunden warten weiter darauf, von den seit September 2008 stark gefallenen Großhandelspreisen zu profitieren. Nachdem zum Jahreswechsel 2008/2009 bei rund der Hälfte der deutschen Stromversorger Preiserhöhungen vorgenommen worden waren, haben seitdem weitere 230 Unternehmen ihre Tarife angehoben. Das geht aus einer aktuellen Analyse der ene´t-Datenbank „Endkundentarife Strom“ hervor. Die im Laufe des Jahres bekannt gegebenen Aufschläge belaufen sich im Mittel auf 7,7%. Entsprechend stieg der durchschnittliche Preis für eine Kilowattstunde auf 20,1 ct* oder 702 EUR im Jahr*.

Sieben Unternehmen nahmen allerdings auch Preissenkungen vor. So etwa der Freiburger Regionalversorger badenova, der zum August seinen Grundversorgungstarif um 5,0% auf 730 EUR* verbilligt hat. Deutlich günstiger sind etwa die Stadtwerke Bielefeld, die für eine Stromlieferung von 3.500 kWh im Jahr nur 614 EUR* verlangen. Aktuell erweisen sich die Gemeindewerke Stockstadt (596 EUR*) als der preisgünstigste bundesdeutsche Versorger.


Umstellung auf Sondertarif bringt knapp 5% Einsparung

Mit Ausnahme der Vattenfall Europe AG, die als Grundversorger in Hamburg und Berlin einem starken Wettbewerb ausgesetzt ist, liegen die Preise der deutschen Verbundkonzerne bzw. deren Regionaltöchter über dem bundesdeutschen Schnitt von 702 EUR*. So zahlt unser Musterkunde bei den RWE-Töchtern Rhein-Ruhr und Westfalen-Weser-Ems seit dem 1. April 715 EUR* und damit sieben Prozent mehr. Nach einer zum Juli vorgenommenen Preisanpassung (+8,0%) verlangt EnBW jetzt 736 EUR*, während bei den sieben Regionalgesellschaften des E.ON-Konzerns im Durchschnitt 713 EUR* fällig werden. Vattenfall-Kunden in Hamburg und Berlin beziehen ihren Strom für 620 EUR* im Jahr.

Nach aktuellen Informationen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) haben inzwischen 41% der deutschen Stromkunden bei ihren jeweiligen Grundversorgern einen Sondertarifvertrag abgeschlossen. Unsere Analyse ergab, dass diese Verbraucher im deutschlandweiten Schnitt 4,8% gegenüber der klassischen Versorgung sparen. Denn für Sondertarife werden im Mittel 668 EUR* im Jahr in Rechnung gestellt. Die Beauftragung eines bundesweiten Anbieters – derzeit treten 49 Unternehmen flächendeckend als Konkurrenten auf – bringt Einsparpotenziale in ähnlicher Höhe. Wir stellen bei den Energiehändlern aktuell durchschnittliche Jahreskosten in Höhe von 673 EUR* fest, also 4,1% weniger als bei den Tarifen der Grundversorgung.

* netto, Mittel aus Grund-/Arbeitspreis, Abnahmefall: 3.500 kWh im Jahr,
Preise gewichtet nach Einwohnerzahlen, Boni berücksichtigt, Vorkasse-Produkte nicht


Internes

ene´t richtet Schulung für Datenbank & Software aus

Die ene´t GmbH richtet am 23. September dieses Jahres eine Schulung für die Vertriebsdatenbanken Strom und Gas sowie für die Kalkulationssoftware "NetPreis" aus. Die Anwendung ermöglicht detaillierte Auswertungen der beiden Datenbanken "Endkundentarife Strom" und "Endkundentarife Gas". Teilnehmer dieses praxisorientierten Workshops können sich mit den vielschichtigen Funktionen von "NetPreis" vertraut machen und mit den ene´t-Experten natürlich individuelle Fragestellungen erörtern. Die Veranstaltung findet in unseren eigenen Schulungsräumen in 41836 Hückelhoven statt. Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 02433 52601 0.




Impressum und Abo

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