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img  img Newsletter Nr. 29   
 
Juni 2010    
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Inhalt  
 
img   Verteilnetzentgelte in den größten Städten Deutschlands
 
img   Differenzierende Betrachtung der Kosten unabdingbar
 
img   Bis zu 40% Netzentgelt-Anteil am Gaspreis
 
 
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Verteilnetzentgelte in den größten Städten Deutschlands

 

Insbesondere in deutschen Großstädten und Ballungsgebieten profitieren Privathaushalte mittlerweile von einer signifikanten Anzahl an Lieferalternativen für ihren Erdgasbezug. Entsprechend steigt hier auch die Wechselbereitschaft auf Seiten der Kunden: Laut einer jüngeren Untersuchung des Marktforschungsinstituts TNS emnid liegt sie z.B. in Köln, München und Frankfurt derzeit bei über 30%, in Leipzig und Berlin bei immerhin noch deutlich über 20%. Ob eine vertriebliche Ansprache dieser wechselaffinen Gruppen lohnt, hängt allerdings maßgeblich von der Höhe der örtlichen Netzentgelte ab. Entsprechend spielt die ene't-Datenbank "Netznutzung Gas" bei vielen Anbietern für die Ermittlung von Deckungsbeiträgen und Kundenwerten eine zentrale Rolle. In diesem Newsletter haben wir sie für einen Netzentgelt-Vergleich für die 36 größten deutschen Städte herangezogen.

 

Differenzierende Betrachtung der Kosten unabdingbar

 

Für Lieferanten ist die Belieferung von Privathaushalten in den verschiedenen Ballungsräumen z.T. mit sehr unterschiedlichen Durchleitungskosten verbunden (siehe Karte unten). Für die exemplarische Liefersituation von 20.000 kWh im Jahr (Heizgaskunde) fallen für die Versorgung von Endverbrauchern in den Städten Halle, Leipzig, Chemnitz und Mannheim Aufwendungen von über 450 EUR (netto) an. Nur rund die Hälfte dieser Summe zahlen Vertriebsgesellschaften z.B. in Bremen, Dortmund, Frankfurt/Main oder München. Im Durchschnitt der betrachteten Städteauswahl belaufen sich die jährlichen Netzentgelte auf 299 EUR (netto).

 

Auffällig ist die heterogene Struktur bei den Leitungskosten. Diese liegen selbst bei räumlich dicht beieinander liegenden Gasverteilnetzen oftmals unterschiedlich hoch. Ein Beispiel hierfür ist das Ruhrgebiet: Die Stadtwerke Essen berechnen für die Belieferung des o.g. Musterkunden jährlich 100 EUR mehr als die Dortmunder DEW 21. Dies bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass die Gasrechnung in Essen für die Endabnehmer höher ausfällt, im Gegenteil zahlen letztere sogar über 100 EUR weniger als in Dortmund. Auf hohem Niveau homogen sind die Netzentgelte in Ostdeutschland.

 

Bis zu 40% Netzentgelt-Anteil am Gaspreis

 

Auch die Anteile der Netznutzungskosten an den örtlichen Grundversorgungstarifen unterliegen einer starken Spreizung. Während wir z.B. in Aachen, Mönchengladbach und Frankfurt/Main Anteile von unter 20% ermitteln, macht dieser Kostenblock in einigen Städten bis zu 40% am Gaspreis aus. Den günstigsten Standardtarif bieten zurzeit die Stadtwerke aus München an. Hier kosten die 20.000 kWh aktuell 974 EUR (netto). Nur wenig teurer ist der Brennstoff in Freiburg, Bremen oder Berlin. Auf unsere Städteauswahl bezogen ist er in Leipzig mit 1.622 EUR am teuersten. Im Rhein-Ruhrgebiet fallen in Duisburg mit 1.235 EUR die höchsten Kosten an. Rund 200 EUR billiger im Jahr ist das Gas z.B. in Bonn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Über die ene't GmbH

Die ene't GmbH mit Sitz in Hückelhoven ist ein Informations-dienstleister für die deutsche Energiewirtschaft. Das im Jahre 2002 gegründete mittelständische Unternehmen stellt über 300 Stadtwerken, Regionalversorgern und Großkonzernen tagesaktuelle Energiepreisdaten zur Verfügung, die diese für eigene Angebots- und Wettbewerbskalkulationen im liberalisierten Markt nutzen.

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