Aktuelles | 15. Januar 2015

Großteil der Gasnetzbetreiber hat endgültige Transportentgelte für 2015 veröffentlicht

Zum Stichtag 15. Oktober 2014 machte der überwiegende Teil der Gasnetzbetreiber, die neue Entgelte für das Jahr 2015 bekannt gaben, von der Möglichkeit Gebrauch, diese mit dem Status „vorläufig zu veröffentlichen (vgl. Newsletter Nr. 54). Entsprechend wurden zu Jahresbeginn für den größten Teil der Gasverteilnetze neue, endgültige Transportgebühren veröffentlicht. Insgesamt 635 von 700 Netzbetreibern kalkulierten die Entgelte nach oder bestätigten die vorläufigen Preise. Da unter den fehlenden Unternehmen überwiegend kleinere Netze zu finden sind, umfassen die endgültig veröffentlichten Entgelte bereits über 96 % der bundesdeutschen Postorte, die an eine Gasversorgung angeschlossen sind.

Eine Aus­wer­tung der ene't Daten­bank Netz­nut­zung Gas mit Stand vom 14. Janu­ar anhand zwei­er unter­schied­li­cher Abnah­me­fäl­le wird zei­gen, wie sich die all­ge­mei­nen Durch­lei­tungs­ge­büh­ren auf Basis der betrof­fe­nen Post­leit­zahl-Ort-Kom­bi­na­tio­nen ent­wi­ckelt haben. Alle genann­ten Ent­gel­te ver­ste­hen sich als Net­to-Wer­te und beinhal­ten die Kos­ten für Mess­stel­len­be­trieb, Mes­sung und Abrech­nung. Betrach­tet wer­den aus­schließ­lich Haupt­netz­be­trei­ber mit Standard-Messkonfiguration.

End­gül­ti­ge Ent­gel­te sin­ken leicht, all­ge­mei­ner Trend im SLP-Bereich zeigt jedoch nach oben

Für 11.145 von 11.249 Post­leit­zahl-Ort-Kom­bi­na­tio­nen (99,1 %), in denen Haus­halts­kun­den an das Gas­netz wie oben beschrie­ben ange­schlos­sen sind und ein vor­läu­fi­ges Ent­gelt bekannt gege­ben wur­de, lie­gen end­gül­ti­ge Ent­gel­te für das lau­fen­de Jahr vor. Die­se blei­ben in 75,7 % unver­än­dert gegen­über den vor­läu­fi­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen, legt man den Abnah­me­fall eines typi­schen SLP-Kun­den mit einem Jah­res­ver­brauch von 20.000 kWh (Leis­tung 11 kW) zugrun­de. In 2.633 Postor­ten ändern sich die Gebüh­ren dage­gen gegen­über dem vor­läu­fi­gen Stand von Okto­ber, im Schnitt sin­ken sie um ‑0,9 %. Obwohl in 1.151 Postor­ten ein Anstieg zu ver­zeich­nen ist, davon in 16 Fäl­len um einen zwei­stel­li­gen Pro­zent­satz, drü­cken Nach­läs­se in 1.482 Postor­ten (dar­un­ter 22-mal um mehr als zehn Pro­zent) den Schnitt ins­ge­samt nach unten.

Die deut­lichs­te Kor­rek­tur nach unten fin­det sich in Aschers­le­ben (Sach­sen-Anhalt). Dort sin­ken die end­gül­ti­gen Ent­gel­te der ASCA­NETZ um ‑16,4 % auf 1,49 ct/​kWh. Auch im Netz­ge­biet der Stadt­wer­ke Wol­mirstedt (Sach­sen-Anhalt) pro­fi­tie­ren Haus­halts­kun­den von einer Anpas­sung um ‑13 % auf 1,11 ct/​kWh, eben­so wie die Netz­nut­zer im Bereich der Gas-Ver­sor­gungs­be­trie­be Cott­bus (-12,6 % auf 1,56 ct/​kWh). Star­ke Aus­schlä­ge nach oben zei­gen dage­gen die end­gül­ti­gen Ent­gel­te der Stadt­wer­ke Len­ge­rich unter ande­rem in Hagen mit 42,4 % auf nun 2,38 ct/​kWh. Auch die Stadt­wer­ke Rib­nitz-Dam­gar­ten (Meck­len­burg-Vor­pom­mern) erhö­hen deut­lich um 23,3 % auf 1,49 ct/​kWh, ähn­lich stei­gen die Durch­lei­tungs­ge­büh­ren unter ande­rem in Heins­berg (NRW), wo der Netz­be­trei­ber Alli­an­der um 20,4 % auf 1,55 ct/​kWh anhebt.

Der Ver­gleich der end­gül­ti­gen Netz­ent­gel­te mit den Vor­jah­res­wer­ten zeigt trotz der Anpas­sun­gen einen erkenn­ba­ren Trend nach oben. In 97,5 % der 11.255 mit Gas belie­fer­ten Postor­te mit Haus­halts­kun­den wur­den die Gebüh­ren gegen­über 2014 geän­dert. Sen­kun­gen in 3.422 Postor­ten (391-mal im zwei­stel­li­gen Pro­zent­be­reich) ste­hen Stei­ge­run­gen in 7.553 Orten ent­ge­gen. In 2.966 Fäl­len erhö­hen die zustän­di­gen Haupt­netz­be­trei­ber die Ent­gel­te um mehr als zehn Pro­zent. Im Durch­schnitt stei­gen die Durch­lei­tungs­ge­büh­ren so um 3,1 % auf nun 1,58 ct/​kWh.

Die deut­lichs­te Ermä­ßi­gung gegen­über dem Vor­jahr lässt sich in Mecken­heim (Netz­ge­biet E‑Werk Mecken­heim, NRW) fest­stel­len. Dort sin­ken die Ent­gel­te um ‑42,9 % auf 0,85 ct/​kWh. Fast genau­so deut­lich sin­ken die Gebüh­ren in Löbau (Sach­sen), dort um ‑42,3 % auf 0,98 ct/​kWh. Auch Haus­hal­te im Netz­ge­biet der Stadt­wer­ke Dei­des­heim (Rhein­land-Pfalz) pro­fi­tie­ren von Sen­kun­gen um ‑36,5 % auf dann 0,8 ct/​kWh. Beson­ders hohe Aus­schlä­ge nach oben fin­den sich dage­gen in Ort­schaf­ten im Netz­ge­biet der Stadt­wer­ke Len­ge­rich (NRW), wo die Gebüh­ren um 49,7 % auf 2,38 ct/​kWh stei­gen. Die teu­ers­ten Ent­gel­te las­sen sich 2015 in Schwin­degg (Bay­ern) im Netz der Erd­gas Wes­tent­han­ner aus­ma­chen. Dort wer­den 3,95 Cent je Kilo­watt­stun­de ver­an­schlagt, was über 450 % teu­rer als das Ent­gelt des bun­des­weit güns­tigs­ten Netz­be­trei­bers ist, der Gas­ver­sor­gung Malsch-Durmers­heim in Baden-Würt­tem­berg (0,71 ct/​kWh, ‑34,2 %).

Pro­zen­tua­le Ver­än­de­rung der end­gül­ti­gen Netz­ent­gel­te 2015 gegen­über 2014
(SLP, Haus­halts­kun­de, 20.000 kWh, 11 kW) 
Farb­lich nicht gefüll­te Flä­chen: Kei­ne Gasversorgung 

Enor­me Preis­span­ne bei RLM-Kun­den bei deut­lich stei­gen­den Entgelten

Ähn­lich wie im Stan­dard­last­pro­fil­be­reich blei­ben auch bei RLM-Kun­den nahe­zu drei Vier­tel (74,5 %) der end­gül­ti­gen Ent­gel­te unver­än­dert gegen­über den vor­läu­fig ver­öf­fent­lich­ten Gebüh­ren. In 2.868 von 11.229 Post­leit­zahl-Ort-Kom­bi­na­tio­nen, in denen Abneh­mer mit regis­trie­ren­der Leis­tungs­mes­sung an das Gas­netz ange­schlos­sen sind und für die im ver­gan­ge­nen Okto­ber Ent­gel­te mit dem Sta­tus vor­läu­fig ver­öf­fent­licht wur­den, pass­ten die Netz­be­trei­ber die­se noch ein­mal an. Am Bei­spiel eines Indus­trie­kun­den mit regis­trie­ren­der Leis­tungs­mes­sung (5 Mio. kWh, 1.450 kW) las­sen sich teils deut­li­che Abwei­chun­gen erken­nen. Die stärks­te Kor­rek­tur nach unten neh­men die Stadt­wer­ke Emme­rich (NRW) mit ‑19,1 % auf 0,58 ct/​kWh vor, gefolgt von den SW Wol­mirstedt (-17,7 % auf 0,48 ct/​kWh). Deut­li­che Anpas­sun­gen nach oben fin­den sich in zahl­rei­chen Ort­schaf­ten im Netz­ge­biet der zum 01.01.2015 neu gegrün­de­ten Wes­ter­wald Netz (+44,5 % gegen­über vor­läu­fi­gem Ent­gelt auf 0,74 ct/​kWh). Im Durch­schnitt wei­chen die end­gül­ti­gen Ent­gel­te mit knapp plus 0,3 Pro­zent aller­dings nur mini­mal vom im Okto­ber 2014 ver­öf­fent­lich­ten Stand ab.

Pro­zen­tua­le Ver­än­de­rung der end­gül­ti­gen Ent­gel­te 2015 gegen­über den vorläufigen
(RLM, Indus­trie­kun­de, 5 Mio. kWh, 1.450 kW) 
Farb­lich nicht gefüll­te Flä­chen: Kei­ne Gas­ver­sor­gung oder kein vor­läu­fi­ges Ent­gelt veröffentlicht 

Der Ver­gleich auf Post­ort-Ebe­ne zeigt bei den end­gül­ti­gen Ent­gel­ten davon unab­hän­gig eine nen­nens­wer­te Ver­teue­rung gegen­über dem Vor­jahr, die durch­schnitt­li­che Erhö­hung fällt deut­li­cher aus als im SLP-Bereich. Nur in 299 der 11.237 Postor­te, in denen RLM-Kun­den belie­fert wer­den kön­nen, blei­ben die Ent­gel­te unver­än­dert. In 97,3 % der Ort­schaf­ten dage­gen wer­den sie ange­passt, und dies im weit über­wie­gen­den Fall nach oben. So las­sen sich in 3.599 Fäl­len sin­ken­de Gebüh­ren fest­stel­len, davon 98 um mehr als 25 %; dem ste­hen aber Stei­ge­run­gen in 7.340 Postor­ten gegen­über (1.020 Postor­te über +25 %). Im bun­des­deut­schen Durch­schnitt müs­sen Indus­trie- oder Gewer­be­kun­den in die­sem Jahr 5,2 % höhe­re Durch­lei­tungs­ge­büh­ren ent­rich­ten, im Schnitt 0,68 Cent je Kilowattstunde.

Von star­ken Nach­läs­sen pro­fi­tie­ren Unter­neh­men in Ober­ri­ex­in­gen (Baden-Würt­tem­berg) im Netz der Stadt­wer­ke Bie­tig­heim-Bis­sin­gen (-53,2 % auf 0,37 ct/​kWh), eben­so RLM-Kun­den unter ande­rem in Ravens­burg (eben­falls BW) im Ver­teil­netz der Tech­ni­schen Wer­ke Schus­sen­tal (-44,3 % auf 0,32 ct/​kWh). Wesent­li­che Ver­teue­run­gen las­sen sich dage­gen in Baas­dorf (Sach­sen-Anhalt) im Bereich der Netz­ge­sell­schaft Köthen (+74 % auf 1,03 ct/​kWh) sowie im Netz der rhein­land-pfäl­zi­schen Gemein­de­wer­ke Münchweiler/​Rodalb (+56,5 % auf 1,02 ct/​kWh) beob­ach­ten. Die Preis­span­ne der Netz­be­trei­ber fällt dabei noch wesent­lich brei­ter aus als im SLP-Bereich. Enor­me 919 % Unter­schied errech­nen sich zwi­schen den Ent­gel­ten der Stadt­wer­ke Havel­berg (+12,8 % auf weit über­durch­schnitt­li­che 2,14 ct/​kWh) und der baye­ri­schen Gemein­de­wer­ke Holz­kir­chen (-26,9 % auf 0,21 ct/​kWh).

E‑world 2015: ene't prä­sen­tiert span­nen­de Neu­heit im Bereich Software-as-a-Service

Die Bran­chen­mes­se E‑world ist seit vie­len Jah­ren fes­ter Ter­min im Ver­an­stal­tungs­ka­len­der der ene't GmbH. Vom 10. bis zum 12. Febru­ar sind wir auch in die­sem Jahr als Aus­stel­ler mit eige­nem Stand auf der Esse­ner E‑world ener­gy & water“, der größ­ten euro­päi­schen Fach­mes­se für die Ener­gie- und Was­ser­wirt­schaft, ver­tre­ten. Wir laden Sie an die­ser Stel­le herz­lich ein, uns an unse­rem Mes­se­stand Nr. 452 in Hal­le 3 zu besu­chen und mit unse­ren Exper­ten ins fach­li­che Gespräch zu kommen.

Unter dem Mot­to Wir fügen die Tei­le zusam­men“ prä­sen­tie­ren wir Ihnen in die­sem Jahr eine beson­de­re Inno­va­ti­on und stel­len Ihnen erst­ma­lig unse­re neue, über­grei­fen­de Soft­ware-as-a-Ser­vice-Lösung vor. Infor­mie­ren Sie sich unver­bind­lich über die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten und über­zeu­gen Sie sich vor Ort von den zahl­rei­chen prak­ti­schen Vor­zü­gen unse­rer Neu­ent­wick­lung. Nut­zen Sie die Gele­gen­heit und ver­ein­ba­ren Sie noch heu­te einen per­sön­li­chen Gesprächs­ter­min. Dies kann ent­we­der tele­fo­nisch, per E‑Mail oder Fax­for­mu­lar erfol­gen. Die­ses erhal­ten Sie nach Klick auf die unten ste­hen­de Gra­fik. Je frü­her Sie uns Ihren Wunsch­ter­min mit­tei­len, des­to grö­ßer ist die Chan­ce, dass wir die­sen für Sie per­sön­lich ein­rich­ten können.

Geschäfts­füh­rer Dipl.-Ing. Peter Mar­tin Schro­er hält in die­sem Jahr zudem erst­mals einen Vor­trag im Rah­men des Kon­gress-Pro­gramms. In der The­men­rei­he Ener­gie­ver­sor­ger im Wan­del – Neue Kon­zep­te und Lösun­gen für erfolg­rei­che Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on“ hält er am Mitt­woch, den 11. Febru­ar, einen fak­ten­ge­stütz­ten Vor­trag zur Wett­be­werbs­si­tua­ti­on im End­kun­den­markt. Dabei zeigt er den Zuhö­rern auf, wie wich­tig es ist, das regio­na­le Wech­sel­ver­hal­ten kon­ti­nu­ier­lich im Blick zu behal­ten. Der Vor­trag bil­det den Auf­takt der ganz­tä­gi­gen Vor­trags­rei­he und beginnt um 9:30 Uhr. 

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